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Vielleicht ist euch aufgefallen, dass es in diesem Sommer sehr viele Schwalben gibt. Gestern Abend nach der Gartenarbeit saß ich auf der Terrasse, und relativ dicht über mir flogen viele, viele Schwalben. Eine kam laut zwitschernd zwischen den Häusern daher geflogen, sie tschilpte derart prägnant, dass ich sie in der Menge der tollkühnen Flieger noch lange Zeit ausmachen konnte .. und in dem Moment, als ich beschloss, eine Tierbotschaft über diese lebensfrohen Tierwesen zu schreiben, zog lautlos und zielstrebig ein Graureiher durch die kreuz und quer fliegenden Mitgeschöpfe der Lüfte … drum ist es eine Doppelbotschaft geworden:

Die Schwalben fliegen trotz geselligen Fliegens nicht in Formation, sie sind individuell – und dabei doch in Gemeinschaft. Sie sind Vögel des Sommers, der für eine glückliche Zeit steht, das Leben kann gefeiert werden. Sie vermehren sich in diesem Jahr stark – haben bestimmt mehrfach gebrütet: Fülle und Wachstum, Familie und Zusammenhalt! Wie sie so scheinbar ungeordnet am Himmel hin- und herfliegen drückt ihre Impulsivität aus, ihre Spontanität – sie sind im Hier und Jetzt! Sie stehen für grenzenlose Lebenfreude und Unbeschwertheit, davon zeugt auch ihr überschwängliches Gezwitscher 🙂 und für das gelebte Glück des Augenblicks – bedingungslos. „Glück beruht oft nur auf der Entscheidung, glücklich zu sein.“

Der Graureiher:
Sein Flug hat etwas Mystisches. Jedes Mal, wenn ich ihn so schnurstracks den Himmel durchziehen sehe, habe ich das Gefühl einer anderen Realität – das ist für mich Magie pur! Man hört ihn nicht, er gibt keinen Laut von sich, und doch ist er von so starker Präsenz, dass sein Anblick in mir ein ehrfürchtiges Gefühl auslöst. Es scheint, als habe er einen wichtigen Auftrag, von dem nichts – auch keine wilde Horde Schwalben – ihn abhalten könnte.

Gestern Abend warf die untergehende Sonne einen roten Schein auf seine Unterseite, als ich ihn so vom Boden aus betrachtete. Das verstärkte dieses Irrationale Erlebnis, denn das Abendrot hat für mich stets etwas Verheißungsvolles … Der Graureiher steht auch für „den richtigen Augenblick“, denn er steht regungslos am Ufer und … wartet. Er steht aufrecht (aufrichtig!), seine Statur erinnert an einen strengen aber gerechten Lehrer, der „alten Schule“ eine graue Eminenz. Er ist äußerst aufmerksam und geduldig, und erblickt er eine Beute, schnappt er zu.

Er fordert dich auf: „Schnapp auch du zu, und wenn es auch mal eine Kröte ist, die du zu schlucken hast! Du bist der Meister deines Lebens, der Schöpfer deiner Realität … und wenn du dir was einbrockst – dann löffel die Suppe eben aus. Nächstes Mal klappts bestimmt besser, achte auf deine geistigen Kräfte und nimm sie wirklich *wahr* – achte auf deine Gefühle und Gedanken … sie werden zu deiner Realität. Focussiere deine Geisteskräfte – so wie ich, wenn ich wie ein Pfeil eintauche, um meine Beute zu holen.“

Und die Essenz der gemeinsamen Botschaft:
„Lass das Glück einziehen in dein Leben, lass es zum Nährboden deines Wirkens werden, auf dem du zu wahrer Meisterschaft gelangen wirst – wenn du dir den Rat des Graureihers zu Herzen nimmst.“ Sommerliche Grüße von Gesina

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